Kreativeinsatz für die Orang-Utans

Gemeinsam mit den Kindern aus dem Ferienprogramm im Zoo Dortmund habe ich heute Rosinenhölzer für die Orang-Utans gebastelt.

Rosinen werden in Löcher gestopft, die wir zuvor in Hölzer gebohrt hatten

Wir haben Rosinen in Löcher gestopft, die wir zuvor in Hölzer gebohrt hatten.

Jeder Orang-Utan konnte sich mit reichlich Rosinenhölzern eindecken – nur der Schabrackentapir ging leer aus

Jeder Orang-Utan konnte sich mit reichlich Rosinenhölzern eindecken – nur der Schabrackentapir ging leer aus. Aber soll der auch mit einem Rosinenholz?

Geduldig und konzentriert pulte Walter mit einem Stöckchen Rosine für Rosine aus den Löchern in den Hölzern.

Geduldig und konzentriert pulte Walter mit einem Stöckchen Rosine für Rosine aus den Löchern in den Hölzern.

Auch Suma freute sich über die Leckereien aus den Hölzern.

Auch Suma freute sich über die Leckereien aus den Hölzern.

Eine solche Tierbeschäftigung wird im Zoo „Behavioral enrichment“ genannt, zu Deutsch „Verhaltensanreicherung“ – die Tiere müssen sich ihr Futter erarbeiten, wie auch in der Wildnis. Ein gutes Mittel, um Langeweile vorzubeugen.

Advertisements

Der achte Geburtstag des Orang-Utan-Mädchens Eirina

Heute wurde die junge Orang-Utan-Dame Eirina acht Jahre alt. Mit acht Jahren ist ein Orang-Utan noch ein Jungtier und noch nicht ausgewachsen. Im Zoo Dortmund, wo Eirina seit ihrer Geburt lebt, gab es zur Feier des Tages einen Kuchen für die Primatin. Hier einige Fotos von Eirinas Geburtstagsparty:

20151230_112518

Eirinas Kuchen, hergestellt aus Reis, Obst und Gemüse.

20151230_113958

Der Kuchen hatte sofort die Aufmerksamkeit von Eirina (rechts) und ihrer großen Schwester Tao.

20151230_114424

Ich platzierte den Kuchen im Gehege der beiden jungen Orang-Utan-Damen.

20151230_115340

Tao (hinten) schnappte sich den Kuchen, der eigentlich für ihre Schwester Eirina (vorne) war, und verdrückte ihn beinahe ganz allein.

20151230_115100_2

Ehe Eirina dann doch noch ein Stück von ihrem Geburtstagskuchen ergattern konnte.

Regenwald symbolisch zu Weihnachten verschenken

Ich hatte am Mittwoch ja bereits auf der Zoo Dortmund-Facebook-Seite, die von mir betreut wird, die Empfehlung gegeben, Regenwald symbolisch zu Weihnachten zu verschenken. Nun, am dritten Advent, hier auch noch einmal der Hinweis. In den letzten Wochen hatte ich auf meiner Facebook-Seite mehrmals über die Waldbrände auf ‪Borneo‬ und ‪Sumatra‬ berichtet, die absichtlich gelegt werden, um Platz für mehr Palmöl-Plantagen zu schaffen. Etwa die Größe des Zoo Dortmund, der ungefähr 28 Hektar groß ist, wird weltweit pro Minute an Regenwald verbrannt. Das Palmöl wird unter anderem nach Deutschland exportiert, wo wir es dann für Lebensmittel, Kosmetik-Produkte oder sogenannten Bio-Sprit verwenden.

Beim BOS Deutschland e.V., für den ich regelmäßig Info-Stände im Zoo Dortmund betreue, könnt Ihr für 20 Euro symbolisch einen Hektar Regenwald im Osten Borneos erwerben. Dieser Regenwald ist Teil des Orang-Utan-Auswilderungsgebiets „Kehje Sewen“. Nach dem Kauf erhaltet Ihr eine Urkunde. So eignet sich ein Hektar Regenwald super als Weihnachtsgeschenk. „Lebenswald“ nennt sich dieses Projekt. Mehr dazu erfahrt Ihr hier, wo Ihr auch den Regenwald symbolisch erwerben könnt: lebenswald.org

Hier ein kurzer Filmbeitrag von mir zum Thema ‪‎Palmöl‬, den ich im letzten Jahr in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen gedreht habe:

Der Zoolotse in den Ruhr Nachrichten

Ich schreibe nun eine Kolumne, ebenfalls unter dem Titel „Der Zoolotse“, für die Ruhr Nachrichten über die Tierpersönlichkeiten des Zoo Dortmund. Die Kolumne erscheint alle zwei Wochen auf der Tierseite in der Mittwochsausgabe der Zeitung.

Gestern gab es den ersten Beitrag über die Dortmunder „Orang-Utan-Rasselbande“, wie die Tierpfleger Orang-Utan-Mutter Toba, Töchter Tao und Eirina und Adoptivsohn Yenko nennen. Hier der Artikel:

020915_orang_utan

Kinder-Zoo-Film 2015, Folge 3: Beschäftigung für die Orang-Utans

Gemeinsam mit den Kindern aus dem Ferienprogramm im Zoo Dortmund habe ich einen Film gedreht. Nun ist Folge 3 online. In dieser basteln wir Beschäftigungen für die Orang-Utans. Schaut’s Euch an:

In Folge 2 werden von den Kindern übrigens die Soldatenaras und ihr staubsaugender Untermieter – das Goldaguti – vorgestellt:

Überraschungs-Geburtstags-Party für Orang-Utan Walter im Zoo Dortmund

walter_11

Am Freitag, 24. April, hat der Dortmunder Orang-Utan Walter ‪Geburtstag‬. Um 11:00 Uhr bekommt er einen Kuchen von uns. Wir treffen uns dazu an der Außenanlage des Regenwaldhauses „Rumah hutan“ im Zoo Dortmund. Wer sich das anschauen möchte, der findet sich einfach um kurz vor 11:00 Uhr dort ein.

Anschließend könnt Ihr bei uns am Infostand des BOS Deutschland e.V. bis etwa 16 Uhr Futterbeschäftigungen für alle Orang-Utans basteln, die wir dann zusammen den Menschenaffen überreichen. Am BOS-Infostand könnt Ihr Euch auch über die Dortmunder Orang-Utan-Truppe, die Situation der Orang-Utans in der freien Wildbahn und die Arbeit des Vereins informieren.

Wie wir die Orang-Utans im Zoo beschäftigt haben und was unser Essen, Duschen und Autofahren mit den Orang-Utans zu tun hat

Am 8. November fand der diesjährige Patenschaftstag im Zoo Dortmund statt. Ich war mit einem Info-Stand des BOS Deutschland e.V. (Borneo Orangutan Survival Deutschland) im Regenwaldhaus „Rumah hutan“ dabei.

Zunächst gab es Informationen über Orang-Utans und Palmöl am BOS-Infostand

Zunächst gab es Informationen über Orang-Utans und Palmöl am BOS-Infostand.

Orang-Utans

Es wird zwischen dem Sumatra-Orang-Utan (Pongo abelii), der auch im Zoo Dortmund gehalten wird, und dem Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus) unterschieden. In freier Wildbahn existieren Orang-Utans nur auf den beiden eben genannten Inseln, Sumatra und Borneo. Während Sumatra, welches etwa eineinhalbmal so groß wie Deutschland ist, zu Indonesien gehört, wird Borneo, etwa zweimal so groß wie Deutschland, durch drei Staaten – Indonesien, Malaysia und Brunei – geteilt.

In den letzten 60 Jahren ist der größte Teil der tropischen Regenwälder Borneos und Sumatras durch Abholzung und Brandrodung vernichtet worden. Die vom tropischen Regenwald belegten Flächen werden für Palmöl-Plantagen benötigt.

Essen, Duschen und Autofahren

Bereits im Sommerferienprogramm im Zoo Dortmund hatten wir über Orang-Utans und Palmöl gesprochen: Orang-Utan-Woche im Zoo

Bereits im Sommerferienprogramm im Zoo Dortmund hatten wir über Orang-Utans und Palmöl gesprochen: Orang-Utan-Woche im Zoo.

Aber was hat das nun mit uns zu tun? Mit Essen, Duschen und Autofahren? – Palmöl ist das am meisten produzierte und billigste Pflanzenöl der Welt. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (englisch: Food and Agriculture Organization of the United Nations, kurz: FAO) exportierten Indonesien und Malaysia 2011 zusammen über 32 Millionen Tonnen Palmöl (vgl. FAO). Deutschland war 2011 weltweit Nummer 6, was den Import von Palmöl betraf und importierte über 1,1 Millionen Tonnen (vgl. FAO). Die Palmöl-Produktion in Indonesien stieg von 2011 im Vergleich zu 2013 von etwa 23 Millionen Tonnen auf über 28 Millionen Tonnen, in Malaysia im entsprechenden Zeitraum von etwa 18,9 Millionen Tonnen auf über 19,2 Millionen Tonnen (vgl. FAO).

In Deutschland schließlich findet Palmöl in Lebensmitteln wie Margarine, Fertiggerichten, Eis und so weiter Verwendung, in Kosmetikprodukten wie Seifen, Duschgel, Cremes, aber auch in Waschpulver und im Autotank, in Biodiesel und Biobenzin (zum Beispiel E10).

Unsichtbares Palmöl wird sichtbar

In meinem Video „Von Orang-Utans und Palmöl“ aus dem letzten Jahr hatte ich noch darauf hingewiesen, dass sich häufig hinter der Bezeichnung „Pflanzliche Öle und Fette“ Palmöl versteckt.

Mir ist aufgefallen, dass zunehmend Palmöl als Zutat auf Lebensmittelverpackungen aufgelistet ist. Dies liegt daran, dass das Europäische Parlament und der Rat am 25. Oktober 2011 eine Verordnung bezüglich der Kennzeichnung von Lebensmitteln  erlassen hat. Auf Verpackungen muss künftig angegeben werden, welche pflanzlichen Öle und Fette im Produkt konkret enthalten sind. Diese Verordnung ist am 12. Dezember 2011 in Kraft getreten und gilt ab dem 13. Dezember 2014. (Vgl. Fragen und Antworten zur Anwendung der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel.)

Beschäftigung für die Orang-Utans

Neben dem ernsten Palmöl-Thema gab es auch Spaß am BOS-Infostand. Schließlich wollten wir unser Augenmerk auch darauf lenken, wie ein Orang-Utan im Zoo beschäftigt werden kann. In der freien Wildbahn verbringt ein Orang-Utan einen großen Teil seiner Zeit mit Futtersuche. Es kann auch zu einer Konfrontation mit einem Artgenossen kommen, möglicherweise trifft er auf ein Raubtier. Durch eine gewisse Routine im Zoo, die zweifelsohne auch Sicherheit für das Tier bedeutet, kann es aber auch schon einmal langweilig werden. Dem wirken die Tierpfleger durch Verhaltensanreicherung, dem sogenannten Behavioral enrichment oder schlicht „Tierbeschäftigung“ entgegen.

Nach dem ernsten Palmöl-Thema

Interessierte Besucher konnten Beschäftigungsgegenstände für die Orang-Utans basteln.

Wir haben Aststücke gesägt, in diese Löcher gebohrt und schließlich mit Tomatenmark und Senf gefüllt oder Rosinen. Die Orang-Utans müssen anschließend das Futter erarbeiten, indem sie es aus den Löchern pulen.

Die Orang-Utans hatten natürlich schnell mitbekommen, dass da etwas gebastelt wird

Die Menschenaffen hatten natürlich schnell mitbekommen, dass da etwas gebastelt wird.

Die gefüllten Aststücke wurden zunächst den Orang-Utans auf der Außenanlage zugeworfen. Dort waren Orang-Utan-Mutter Toba, ihr Adoptivsohn Yenko (1 Jahr) und ihre Töchter Tao (9) und Eirina (6) unterwegs.

Tao ist neun Jahre alt und die älteste Tochter von Toba

Tao ist neun Jahre alt und die älteste Tochter von Toba.

Eirina bekam erst nach den anderen ihren Beschäftigungsgegenstand und wurde geriet in langsam sichtbar in Panik gar nicht mehr abzubekommen

Eirina bekam erst nach den anderen ihren Beschäftigungsgegenstand und geriet sichtbar langsam in Panik darüber nichts abzubekommen.

Jeder Orang-Utan suchte sich ein ruhiges Plätzchen für das Beschäftigungsmaterial

Jeder Orang-Utan suchte sich ein ruhiges Plätzchen für das Beschäftigungsmaterial.

Tao versuchte mit einem langen Grashalm an den Inhalt zu gelangen

Tao versuchte mit einem langen Grashalm an den Inhalt zu gelangen.

Toba pulte den Inhalt ihres Hölzchens mit einem Zweig heraus, während Yenko sie dabei nachahmte

Toba pulte den Inhalt ihres Hölzchens mit einem Zweig heraus, während Yenko sie dabei nachahmte.

Eirina steckte zunächst ihren Finger in das Loch und versuchte so an den Inhalt zu gelangen

Eirina steckte zunächst ihren Finger in das Loch und versuchte so an den Inhalt zu gelangen.

Im Innenbereich des Regenwaldhauses „Rumah hutan“ war an diesem Tag der Orang-Utan-Mann Walter zusammen mit Suma und Djamuna untergebracht.

Walter war beim Herumstochern in den Futterhölzern sehr geduldig

Walter war beim Herumstochern in den Futterhölzern sehr geduldig.

Zum Schluss möchte ich noch auf das Projekt Primaten helfen Primaten des BOS Deutschland e.V. (Borneo Orangutan Survival Deutschland) aufmerksam machen. Dort gibt es die Möglichkeit gegen eine Spende von 20 Euro symbolisch einen Hektar des Kehje Sewen-Regenwaldes im Osten Borneos zu erwerben: lebenswald.org