Zwergplumplori

Im Zoo Dortmund lebt im Regenwaldhaus „Rumah hutan“ ein weiblicher Zwergplumplori. Meist sehe ich die Dame zusammengerollt hinter der Lampe an der Decke hängen, wo sie den Tag verschläft. Auf Abendführungen ist sie dann meist im Gehege unterwegs und sucht was zu futtern.

Heute schlief der Zwergplumplori gut erreichbar in einer der Höhlen an der Seite des Geheges. Da haben wir gleich die Gunst der Stunde ausgenutzt und das Tier gewogen.

Zwergplumplori

Der Zwergplumplori auf der Waage.

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Nach dem Wiegen ging es direkt zurück ins Gehege.

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Der Zwergplumplori ließ sich während der Aktion nicht aus der Ruhe bringen.

Beheimatet ist der Zwergplumplori in den Wäldern Südostasiens, vom südlichen China über Vietnam und Laos bis in das östliche Kambodscha.
Der Zwergplumplori gilt als kleinste Art der Plumploris. Je nach Autor werden drei bis acht Arten unterschieden.

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Löffelhund

Löffelhunde ernähren sich nahezu ausschließlich von Insekten, was innerhalb der Familie der Hunde (Canidae) eine Ausnahme darstellt.

Löffelhunde ernähren sich nahezu ausschließlich von Insekten, was innerhalb der Familie der Hunde (Canidae) eine Ausnahme darstellt.

Bei den Löffelhunden im Zoo Dortmund: Die auffällig großen Ohren dienen dem Löffelhund (Otocyon megalotis) nicht bloß zum Aufspüren der Geräusche von Termiten, sondern auch zur Wärmeabgabe.
Das Kiefergelenk ist der insektivoren Ernährungsweise angepasst. So ist den Löffelhunden ein besonders schnelles Öffnen und Schließen des Maules möglich, sie können es jedoch kaum seitwärts bewegen. So funktionieren die gezackten Backenzähne nicht wie bei anderen Raubtieren als Reißschere, sondern dienen dem schnellen Zerbeißen von hartschaligen Insekten. Größere Wirbeltiere können daher allerdings nicht gefressen werden.

Der Löffelhund, der zu den Echten Füchsen zählt, wird im Deutschen auch Löffelfuchs genannt. Im Englischen ist er als „Bat-eared fox“ bekannt.

Der Leguan-Express

Unterwegs auf dem Leguan-Express: Ein Weißbüscheläffchen reitet auf einem Grünen Leguan im Tiergarten Straubing.

Unterwegs auf dem Leguan-Express: Ein Weißbüscheläffchen reitet auf einem Grünen Leguan im Tiergarten Straubing.

Sowohl Weißbüscheläffchen als auch Grüne Leguane gelten als beliebte Heimtiere in Deutschland. Weißbüscheläffchen, die zur Familie der Krallenaffen zählen, stammen ursprünglich aus dem nordöstlichen Brasilien. Der Grüne Leguan bewohnt in zwei Unterarten Mittel- und Südamerika.

Welt-Nashorn-Tag

Ein Breitmaulnashorn im Zoo Dortmund

Ein Breitmaulnashorn im Zoo Dortmund

Gestern, am 22. September, war Welt-Nashorn-Tag. Im Jahr 2013 wurden allein in der Republik Südafrika laut WWF 1.004 Nashörner (Breitmaul- und Spitzmaulnashörner) getötet. Die Wilderer zielen auf das Horn der Nashörner ab, welches unter anderem als potenzfördernd gilt. Dabei besteht das Horn eines Nashorns aus Keratin, ebenso wie Haare oder Fingernägel. Salopp gesagt: Fingernägelkauen verbessert also ebenso die Potenz wie Nashornhornkonsum.
Heute leben noch fünf Nashorn-Arten. In Afrika kommt das Breitmaul- und Spitzmaulnashorn vor, in Asien das Panzer-, Sumatra- und Java-Nashorn.

Sibirischer Tiger

Der Sibirische Tiger, hier im Zoologischen Garten Wuppertal, wird auch Amurtiger oder Ussuritiger genannt.

Der Sibirische Tiger, hier im Zoologischen Garten Wuppertal, wird auch Amurtiger oder Ussuritiger genannt.

Der Sibirische Tiger gilt als größte lebende Katze der Welt. Mit weniger als 500 wild lebenden Individuen gilt diese Unterart als „stark gefährdet“.

Eigentliches Zweifingerfaultier

Julius und Evita bei der 12 Uhr-Fütterung im Tamandua-Haus

Julius und Evita bei der 12 Uhr-Fütterung im Tamandua-Haus

In den verstrichenen sechs Wochen konnte ich die beiden Faultiere „Julius“ und „Evita“ aus dem Zoo Dortmund etwas näher kennenlernen. Auf dem Hinweg zum Zoo las ich im Zug währenddessen „Schiffbruch mit Tiger“ von Yann Martel. Gleich zu Beginn seines Buches findet Martels Protagonist Pi Patel sehr passende Worte zu diesem bemerkenswerten Geschöpf aus Südamerika: Das Faultier „lebt ein friedliches Vegetarierleben in vollkommenem Einklang mit seiner Umgebung. ‚Stets hat es ein gutmütiges Lächeln auf den Lippen‘, schreibt Tirler (1966). Es ist ein Lächeln, das ich mit meinen eigenen Augen gesehen habe. Ich bin keiner, der leichtfertig menschliche Charakterzüge oder Gefühlsregungen auf Tiere projiziert, doch viele Male, wenn ich in jenem Monat in Brasilien ein ruhendes Faultier betrachtete, hatte ich den Eindruck, dass ich in der Gegenwart eines an den Füßen hängenden, tief in seine Meditation versenkten Jogis war oder eines ganz dem Gebet ergebenen Eremiten, in der Gegenwart von Wesen großer Weisheit, deren inneres Leben jenseits all meiner wissenschaftlichen Forschung lag.“

Orang-Utan-Woche im Zoo Dortmund

Orang-Utan-Woche im Kinderferienprogramm des Zoo Dortmunds: Was hat unser Eis mit den Orang-Utans zu tun?

Orang-Utan-Woche des Kinderferienprogramms im Zoo Dortmund: Was hat unser Eis mit den Orang-Utans zu tun?

Hinter uns liegt die Orang-Utan-Woche des Kinderferienprogramms im Zoo Dortmund. Gemeinsam mit den Kindern haben wir uns verschiedene Möglichkeiten überlegt die Orang-Utans im Zoo zu beschäftigen (Behavioural Enrichment). So haben wir zum Beispiel Äste von drei bis sechs Zentimeter Durchmesser gesammelt und in etwa zehn bis 20 Zentimeter lange Stücke gesägt. Mit einem Holzbohrer bohrten wir dann ein oder mehrere Löcher in jedes Aststück und füllten diese mit Tomatenmark und/oder Senf. Die Menschenaffen mussten sich schließlich kleine Zweige oder andere Hilfsmittel suchen, um an die Füllung zu gelangen.

Mit einem dünnen Zweig stochert Toba, mit Adoptivkind Yenko auf dem Rücken, Tomatenmark und Senf aus dem Loch in dem Aststück

Mit einem dünnen Zweig stochert Toba, mit Adoptivkind Yenko auf dem Rücken, Tomatenmark und Senf aus dem Loch in dem Aststück

Mit Händen und Füßen hat Djamuna zunächst einige der gefüllten Aststücke gesammelt

Mit Händen und Füßen hat Djamuna zunächst einige der gefüllten Aststücke gesammelt und untersucht das erste Holz

 

An Aktion wie diesen hatten sowohl die Kinder als auch die Orang-Utans Spaß. Aber auch weniger erfreulich Themen wurden in der Orang-Utan-Woche besprochen. Was hat unser Eis mit den Orang-Utans und dem Regenwald zu tun? Nestlé (Schöller) und Unilever (Langnese) verwenden für viele Produkte (zum Beispiel Eis) Palmöl aus Indonesien. Um in Indonesien Palmöl anbauen zu können, wurde und wird Regenwald vernichtet und den Orang-Utans und zahlreichen weiteren Tier- und Pflanzenarten der Lebensraum genommen. Zu diesem Thema verweise ich auf unseren Beitrag, „Von Orang-Utans und Palmöl„, und unser dort vorgestelltes Video: