Seit zwei Monaten auf Sumatra

Ich befinde mich mittlerweile schon seit über zwei Monaten auf Sumatra und habe hier schon einiges erlebt. Ich berichte beinahe täglich auf meiner Facebook-Seite, wo ich schon viele Fotos und Videos gepostet habe: www.facebook.com/zoolotse

In den nächsten Tagen werde ich allerdings auch einige Dinge für dieses Format hier noch einmal aufarbeiten und mit weiteren Fotos, Videos und Hintergrundinformationen präsentieren.

Fünfmonatiges Praktikum auf Sumatra

Von Dezember 2016 bis April 2017 absolviere ich im Rahmen meines Master-Studiums in Kommunikationsmanagement an der Westfälischen Hochschule ein 20-wöchiges Praktikum bei Bukit Lawang Ecotourism & Ecoproject auf Sumatra.

Am 4. Dezember bin ich allerdings zunächst einmal nach Kuala Lumpur geflogen.

Abschied von meiner Frau am Flughafen Düsseldorf.

Abschied von meiner Frau am Flughafen Düsseldorf.

In Kuala Lumpur bin ich in Little India untergekommen – sehr vorteilhaft für mich aufgrund der zahlreichen typischen Pure Vegetarian Restaurants in einem indischen Viertel.

Auf der Platte vor mir liegt eine meiner Leibspeisen: Masala Paper Dosa – ein typisches südindisches Gericht! Es besteht aus einem sehr dünnen und knusprigen Teig aus Reis und Urdbohnen, der um eine würzige Kartoffel-Füllung gerollt ist. Sehr lecker!

Auf der Platte vor mir liegt eine meiner Leibspeisen: Masala Paper Dosa – ein typisches südindisches Gericht! Es besteht aus einem sehr dünnen und knusprigen Teig aus Reis und Urdbohnen, der um eine würzige Kartoffel-Füllung gerollt ist. Sehr lecker!

In Malaysia klärte ich meine Visaangelegenheiten bei der Indonesischen Botschaft.

visum

Mein Indonesien-Visum.

Knapp eine Woche später hatte ich das Visum in der Tasche und buchte einen Flug nach Medan in Nordsumatra.

Im Flieger von Kuala Lumpur nach Medan.

Im Flieger von Kuala Lumpur nach Medan.

Von Medan aus ging es dann weiter mit dem Auto in das etwa 90 Kilometer entfernte Bukit Lawang. Und da bin ich nun auf Sumatra, am Rande des Nationalpark Gunung Leuser. Ich bin gespannt, was mich hier erwartet!

In diesem wunderschönen Häuschen, gelegen auf einem Hügel, wohne ich.

In diesem wunderschönen Häuschen, gelegen auf einem Hügel, wohne ich.

Das unbeachtete Aussterben der Kleinen Menschenaffen

Hat jemand von Euch meine Kolumne in den Ruhr Nachrichten letzte Woche Mittwoch gelesen? – Ich habe über die beiden Siamangs im Zoo Dortmund und über Gibbons geschrieben.

Meine Kolumne „Der Zoolotse“ vom 8. Juni 2016.

Meine Kolumne „Der Zoolotse“ vom 8. Juni 2016.

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit, selten in den Medien thematisiert, drohen viele Arten der Kleinen Menschaffen, wie Gibbons auch genannt werden, auszusterben. Der Hainan-Schopfgibbon gilt laut des Primatologen Thomas Geissmann als seltenste Affenart überhaupt. Denn es leben heute nur noch 20 Hainan-Schopfgibbons (Nomascus hainanus) auf der Insel Hainan im Südchinesischen Meer. Der Cao-Vit-Schopfgibbon (Nomascus nasutus) kommt nur noch in einem Waldgebiet an der Grenze zwischen Vietnam und China vor. Es existieren weniger als 100 Individuen dieser Art.

Siamang im Zoo Dortmund. Foto: Natalie Gutjahr

Siamang im Zoo Dortmund. Foto: Frauke Wichmann

Heute sind 19 Gibbon-Arten bekannt, die sich auf vier Gattungen aufteilen und zum Teil auf der IUCN Red List of Threatened Species (Rote Liste gefährdeter Arten) als vom Aussterben bedroht (CR) geführt werden. Im Zoo Dortmund wird der Siamang (Symphalangus syndactylus) gehalten, der als größter Gibbons gilt.

Um auf das Schicksal der Kleinen Menschenaffen aufmerksam zu machen und Spenden für Schutzprojekte zu sammeln, gründete der bekannte Primatologe Thomas Geissmann, gemeinsam mit Studierenden am Anthropologischen Institut der Universität Zürich, 2004 die Gibbon Conservation Alliance. Wer sich weiter über Gibbons und ihre Bedrohung informieren oder für Schutzprojekte für die Kleinen Menschaffen spenden möchte, der ist bei dieser Non-Profit-Organisation bestens aufgehoben. Weitere Informationen hier: gibbonconservation.org

Regenwald symbolisch zu Weihnachten verschenken

Ich hatte am Mittwoch ja bereits auf der Zoo Dortmund-Facebook-Seite, die von mir betreut wird, die Empfehlung gegeben, Regenwald symbolisch zu Weihnachten zu verschenken. Nun, am dritten Advent, hier auch noch einmal der Hinweis. In den letzten Wochen hatte ich auf meiner Facebook-Seite mehrmals über die Waldbrände auf ‪Borneo‬ und ‪Sumatra‬ berichtet, die absichtlich gelegt werden, um Platz für mehr Palmöl-Plantagen zu schaffen. Etwa die Größe des Zoo Dortmund, der ungefähr 28 Hektar groß ist, wird weltweit pro Minute an Regenwald verbrannt. Das Palmöl wird unter anderem nach Deutschland exportiert, wo wir es dann für Lebensmittel, Kosmetik-Produkte oder sogenannten Bio-Sprit verwenden.

Beim BOS Deutschland e.V., für den ich regelmäßig Info-Stände im Zoo Dortmund betreue, könnt Ihr für 20 Euro symbolisch einen Hektar Regenwald im Osten Borneos erwerben. Dieser Regenwald ist Teil des Orang-Utan-Auswilderungsgebiets „Kehje Sewen“. Nach dem Kauf erhaltet Ihr eine Urkunde. So eignet sich ein Hektar Regenwald super als Weihnachtsgeschenk. „Lebenswald“ nennt sich dieses Projekt. Mehr dazu erfahrt Ihr hier, wo Ihr auch den Regenwald symbolisch erwerben könnt: lebenswald.org

Hier ein kurzer Filmbeitrag von mir zum Thema ‪‎Palmöl‬, den ich im letzten Jahr in der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen gedreht habe:

Der Zoolotse in den Ruhr Nachrichten

Ich schreibe nun eine Kolumne, ebenfalls unter dem Titel „Der Zoolotse“, für die Ruhr Nachrichten über die Tierpersönlichkeiten des Zoo Dortmund. Die Kolumne erscheint alle zwei Wochen auf der Tierseite in der Mittwochsausgabe der Zeitung.

Gestern gab es den ersten Beitrag über die Dortmunder „Orang-Utan-Rasselbande“, wie die Tierpfleger Orang-Utan-Mutter Toba, Töchter Tao und Eirina und Adoptivsohn Yenko nennen. Hier der Artikel:

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Welt-Orang-Utan-Tag am 23. August im Zoo Dortmund: freier Eintritt für alle, die in „Orang-Utan-Farben“ in den Zoo kommen

Am 23. August 2015 feiert der Zoo Dortmund in Zusammenarbeit mit dem Borneo Orangutan Survival Deutschland e. V. (BOS Deutschland e.V.) den Welt-Orang-Utan-Tag. Jeder erhält an diesem Tag freien Eintritt, der in einem roten oder orangefarbenen T-Shirt, also in „Orang-Utan-Farben“, im Zoo erscheint!

Am Info-Stand könnt Ihr Euch über Orang-Utans, tropischen Regenwald und darüber, was unser Konsumverhalten mit diesen Menschenaffen und ihrem Lebensraum zu tun hat, informieren. Außerdem bietet der Zoo kommentierte Orang-Utan-Fütterungen an und Ihr könnt Beschäftigungen (zum Beispiel Rosinenhölzer) für die Orang-Utans basteln und ihnen diese anschließend überreichen. Eine Orang-Utan-Regenwald-Rallye wird herausgegeben, auf deren Gewinner tolle Preise warten. Um 17 Uhr beginnt schließlich abschließend die Führung „Unser Konsum und der Regenwald“, zu welcher Ihr Euch kostenlos am Info-Stand anmelden könnt.

Hier der Link zur Facebook-Veranstaltung: Am besten direkt abonnieren!

Folge 2 online: Der tropische Regenwald (Soja, Palmöl und Regenwaldkauf)

Weihnachten steht vor der Tür! Wer nun keine Lust hat sich in den verbliebenen drei Tagen in das Getümmel auf den Weihnachtsmarkt und in den Läden zu stürzen, aber dennoch ein paar kleine Aufmerksamkeiten als Geschenkalternativen sucht, kann das bequem von zu Hause aus machen und dabei noch etwas Gutes tun. Warum nicht einfach einen Hektar Regenwald (inkl. „Besitzurkunde“) symbolisch verschenken und dabei helfen, Tieren und Pflanzen eine sichere Heimat zu bewahren?

Der Zoolotse, Folge 2: „Der tropische Regenwald (Soja, Palmöl und Regenwaldkauf)“ – es geht um den Regenwald, Regenwaldvernichtung, Informationen zum Thema und symbolischen Regenwaldkauf. Viel Spaß!

Die Seite von Rettet den Regenwald e.V. ist unter regenwald.org aufrufbar, wo der „Regenwald Report“ kostenlos im „Regenwald-Shop“ bestellt werden kann. Die Ausgabe 4/14 kann aber auch hier als PDF heruntergeladen werden: Download Regenwald Report Nr 4/14
Die Seite von BOS Deutschland zum symbolischen Kauf von Regenwald findet sich unter lebenswald.org.

Wie wir die Orang-Utans im Zoo beschäftigt haben und was unser Essen, Duschen und Autofahren mit den Orang-Utans zu tun hat

Am 8. November fand der diesjährige Patenschaftstag im Zoo Dortmund statt. Ich war mit einem Info-Stand des BOS Deutschland e.V. (Borneo Orangutan Survival Deutschland) im Regenwaldhaus „Rumah hutan“ dabei.

Zunächst gab es Informationen über Orang-Utans und Palmöl am BOS-Infostand

Zunächst gab es Informationen über Orang-Utans und Palmöl am BOS-Infostand.

Orang-Utans

Es wird zwischen dem Sumatra-Orang-Utan (Pongo abelii), der auch im Zoo Dortmund gehalten wird, und dem Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus) unterschieden. In freier Wildbahn existieren Orang-Utans nur auf den beiden eben genannten Inseln, Sumatra und Borneo. Während Sumatra, welches etwa eineinhalbmal so groß wie Deutschland ist, zu Indonesien gehört, wird Borneo, etwa zweimal so groß wie Deutschland, durch drei Staaten – Indonesien, Malaysia und Brunei – geteilt.

In den letzten 60 Jahren ist der größte Teil der tropischen Regenwälder Borneos und Sumatras durch Abholzung und Brandrodung vernichtet worden. Die vom tropischen Regenwald belegten Flächen werden für Palmöl-Plantagen benötigt.

Essen, Duschen und Autofahren

Bereits im Sommerferienprogramm im Zoo Dortmund hatten wir über Orang-Utans und Palmöl gesprochen: Orang-Utan-Woche im Zoo

Bereits im Sommerferienprogramm im Zoo Dortmund hatten wir über Orang-Utans und Palmöl gesprochen: Orang-Utan-Woche im Zoo.

Aber was hat das nun mit uns zu tun? Mit Essen, Duschen und Autofahren? – Palmöl ist das am meisten produzierte und billigste Pflanzenöl der Welt. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (englisch: Food and Agriculture Organization of the United Nations, kurz: FAO) exportierten Indonesien und Malaysia 2011 zusammen über 32 Millionen Tonnen Palmöl (vgl. FAO). Deutschland war 2011 weltweit Nummer 6, was den Import von Palmöl betraf und importierte über 1,1 Millionen Tonnen (vgl. FAO). Die Palmöl-Produktion in Indonesien stieg von 2011 im Vergleich zu 2013 von etwa 23 Millionen Tonnen auf über 28 Millionen Tonnen, in Malaysia im entsprechenden Zeitraum von etwa 18,9 Millionen Tonnen auf über 19,2 Millionen Tonnen (vgl. FAO).

In Deutschland schließlich findet Palmöl in Lebensmitteln wie Margarine, Fertiggerichten, Eis und so weiter Verwendung, in Kosmetikprodukten wie Seifen, Duschgel, Cremes, aber auch in Waschpulver und im Autotank, in Biodiesel und Biobenzin (zum Beispiel E10).

Unsichtbares Palmöl wird sichtbar

In meinem Video „Von Orang-Utans und Palmöl“ aus dem letzten Jahr hatte ich noch darauf hingewiesen, dass sich häufig hinter der Bezeichnung „Pflanzliche Öle und Fette“ Palmöl versteckt.

Mir ist aufgefallen, dass zunehmend Palmöl als Zutat auf Lebensmittelverpackungen aufgelistet ist. Dies liegt daran, dass das Europäische Parlament und der Rat am 25. Oktober 2011 eine Verordnung bezüglich der Kennzeichnung von Lebensmitteln  erlassen hat. Auf Verpackungen muss künftig angegeben werden, welche pflanzlichen Öle und Fette im Produkt konkret enthalten sind. Diese Verordnung ist am 12. Dezember 2011 in Kraft getreten und gilt ab dem 13. Dezember 2014. (Vgl. Fragen und Antworten zur Anwendung der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel.)

Beschäftigung für die Orang-Utans

Neben dem ernsten Palmöl-Thema gab es auch Spaß am BOS-Infostand. Schließlich wollten wir unser Augenmerk auch darauf lenken, wie ein Orang-Utan im Zoo beschäftigt werden kann. In der freien Wildbahn verbringt ein Orang-Utan einen großen Teil seiner Zeit mit Futtersuche. Es kann auch zu einer Konfrontation mit einem Artgenossen kommen, möglicherweise trifft er auf ein Raubtier. Durch eine gewisse Routine im Zoo, die zweifelsohne auch Sicherheit für das Tier bedeutet, kann es aber auch schon einmal langweilig werden. Dem wirken die Tierpfleger durch Verhaltensanreicherung, dem sogenannten Behavioral enrichment oder schlicht „Tierbeschäftigung“ entgegen.

Nach dem ernsten Palmöl-Thema

Interessierte Besucher konnten Beschäftigungsgegenstände für die Orang-Utans basteln.

Wir haben Aststücke gesägt, in diese Löcher gebohrt und schließlich mit Tomatenmark und Senf gefüllt oder Rosinen. Die Orang-Utans müssen anschließend das Futter erarbeiten, indem sie es aus den Löchern pulen.

Die Orang-Utans hatten natürlich schnell mitbekommen, dass da etwas gebastelt wird

Die Menschenaffen hatten natürlich schnell mitbekommen, dass da etwas gebastelt wird.

Die gefüllten Aststücke wurden zunächst den Orang-Utans auf der Außenanlage zugeworfen. Dort waren Orang-Utan-Mutter Toba, ihr Adoptivsohn Yenko (1 Jahr) und ihre Töchter Tao (9) und Eirina (6) unterwegs.

Tao ist neun Jahre alt und die älteste Tochter von Toba

Tao ist neun Jahre alt und die älteste Tochter von Toba.

Eirina bekam erst nach den anderen ihren Beschäftigungsgegenstand und wurde geriet in langsam sichtbar in Panik gar nicht mehr abzubekommen

Eirina bekam erst nach den anderen ihren Beschäftigungsgegenstand und geriet sichtbar langsam in Panik darüber nichts abzubekommen.

Jeder Orang-Utan suchte sich ein ruhiges Plätzchen für das Beschäftigungsmaterial

Jeder Orang-Utan suchte sich ein ruhiges Plätzchen für das Beschäftigungsmaterial.

Tao versuchte mit einem langen Grashalm an den Inhalt zu gelangen

Tao versuchte mit einem langen Grashalm an den Inhalt zu gelangen.

Toba pulte den Inhalt ihres Hölzchens mit einem Zweig heraus, während Yenko sie dabei nachahmte

Toba pulte den Inhalt ihres Hölzchens mit einem Zweig heraus, während Yenko sie dabei nachahmte.

Eirina steckte zunächst ihren Finger in das Loch und versuchte so an den Inhalt zu gelangen

Eirina steckte zunächst ihren Finger in das Loch und versuchte so an den Inhalt zu gelangen.

Im Innenbereich des Regenwaldhauses „Rumah hutan“ war an diesem Tag der Orang-Utan-Mann Walter zusammen mit Suma und Djamuna untergebracht.

Walter war beim Herumstochern in den Futterhölzern sehr geduldig

Walter war beim Herumstochern in den Futterhölzern sehr geduldig.

Zum Schluss möchte ich noch auf das Projekt Primaten helfen Primaten des BOS Deutschland e.V. (Borneo Orangutan Survival Deutschland) aufmerksam machen. Dort gibt es die Möglichkeit gegen eine Spende von 20 Euro symbolisch einen Hektar des Kehje Sewen-Regenwaldes im Osten Borneos zu erwerben: lebenswald.org

Wie beschäftige ich einen Orang-Utan im Zoo? Und: Was hat unser Essen, Duschen und Autofahren mit den Orang-Utans zu tun?

Orang-Utan-Mutter Toba untersucht einen Beschäftigungsgegenstand. Tochter Tao (9 Jahre) und Adoptivsohn Yenko (1) beobachten sie dabei.

Orang-Utan-Mutter Toba untersucht einen Beschäftigungsgegenstand. Tochter Tao (9 Jahre) und Adoptivsohn Yenko (1) beobachten sie dabei.

Am Samstag, den 8. November findet im Zoo Dortmund der diesjährige Patenschaftstag statt. Anlässlich dieser Festlichkeit betreue ich ab 10 Uhr einen Info-Stand des BOS Deutschland e.V. (Borneo Orangutan Survival Deutschland) im Regenwaldhaus „Rumah hutan“. Die Themen des Info-Stands lauten: Wie beschäftige ich einen Orang-Utan im Zoo? Und: Was hat unser Essen, Duschen und Autofahren mit den Orang-Utans zu tun?
Interessierte Zoobesucher können mit mir Beschäftigungsgegenstände (Behavioral enrichment) für die Orang-Utans basteln, welche dann den Menschenaffen übergeben werden.
Meinen Stand findet Ihr im hinteren Bereich des Regenwaldhauses, neben der Besucherhütte.

Orang-Utan-Woche im Zoo Dortmund

Orang-Utan-Woche im Kinderferienprogramm des Zoo Dortmunds: Was hat unser Eis mit den Orang-Utans zu tun?

Orang-Utan-Woche des Kinderferienprogramms im Zoo Dortmund: Was hat unser Eis mit den Orang-Utans zu tun?

Hinter uns liegt die Orang-Utan-Woche des Kinderferienprogramms im Zoo Dortmund. Gemeinsam mit den Kindern haben wir uns verschiedene Möglichkeiten überlegt die Orang-Utans im Zoo zu beschäftigen (Behavioural Enrichment). So haben wir zum Beispiel Äste von drei bis sechs Zentimeter Durchmesser gesammelt und in etwa zehn bis 20 Zentimeter lange Stücke gesägt. Mit einem Holzbohrer bohrten wir dann ein oder mehrere Löcher in jedes Aststück und füllten diese mit Tomatenmark und/oder Senf. Die Menschenaffen mussten sich schließlich kleine Zweige oder andere Hilfsmittel suchen, um an die Füllung zu gelangen.

Mit einem dünnen Zweig stochert Toba, mit Adoptivkind Yenko auf dem Rücken, Tomatenmark und Senf aus dem Loch in dem Aststück

Mit einem dünnen Zweig stochert Toba, mit Adoptivkind Yenko auf dem Rücken, Tomatenmark und Senf aus dem Loch in dem Aststück

Mit Händen und Füßen hat Djamuna zunächst einige der gefüllten Aststücke gesammelt

Mit Händen und Füßen hat Djamuna zunächst einige der gefüllten Aststücke gesammelt und untersucht das erste Holz

 

An Aktion wie diesen hatten sowohl die Kinder als auch die Orang-Utans Spaß. Aber auch weniger erfreulich Themen wurden in der Orang-Utan-Woche besprochen. Was hat unser Eis mit den Orang-Utans und dem Regenwald zu tun? Nestlé (Schöller) und Unilever (Langnese) verwenden für viele Produkte (zum Beispiel Eis) Palmöl aus Indonesien. Um in Indonesien Palmöl anbauen zu können, wurde und wird Regenwald vernichtet und den Orang-Utans und zahlreichen weiteren Tier- und Pflanzenarten der Lebensraum genommen. Zu diesem Thema verweise ich auf unseren Beitrag, „Von Orang-Utans und Palmöl„, und unser dort vorgestelltes Video: