Auf Recherche bei Sechsbinden-Gürteltier Kasimir

Wer steckt denn da in seiner Höhle? Kennt Ihr schon Sechsbinden-Gürteltier Kasimir aus dem Zoo Dortmund?

Gürteltier Kasimir in seiner Höhle

Gürteltier Kasimir in seiner Höhle

Jeden zweiten Montag stelle ich eine Tierpersönlichkeit aus dem Zoo Dortmund auf der Zoo Dortmund-Facebook-Seite vor. Heute ist es wieder soweit, und wie Ihr an meinem Selfie seht, habe ich mich auf Recherche begeben und Kasimir das Gürteltier besucht.

Wenn Ihr wissen wollt, was ich herausgefunden habe und was Kasimir so für einer ist, dann schaut heute Abend auf der Facebook-Seite des Zoos vorbei: www.facebook.com/ZooDortmund/

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Zwergplumplori

Im Zoo Dortmund lebt im Regenwaldhaus „Rumah hutan“ ein weiblicher Zwergplumplori. Meist sehe ich die Dame zusammengerollt hinter der Lampe an der Decke hängen, wo sie den Tag verschläft. Auf Abendführungen ist sie dann meist im Gehege unterwegs und sucht was zu futtern.

Heute schlief der Zwergplumplori gut erreichbar in einer der Höhlen an der Seite des Geheges. Da haben wir gleich die Gunst der Stunde ausgenutzt und das Tier gewogen.

Zwergplumplori

Der Zwergplumplori auf der Waage.

Zwergplumplori02

Nach dem Wiegen ging es direkt zurück ins Gehege.

Zwergplumplori03

Der Zwergplumplori ließ sich während der Aktion nicht aus der Ruhe bringen.

Beheimatet ist der Zwergplumplori in den Wäldern Südostasiens, vom südlichen China über Vietnam und Laos bis in das östliche Kambodscha.
Der Zwergplumplori gilt als kleinste Art der Plumploris. Je nach Autor werden drei bis acht Arten unterschieden.

Löffelhund

Löffelhunde ernähren sich nahezu ausschließlich von Insekten, was innerhalb der Familie der Hunde (Canidae) eine Ausnahme darstellt.

Löffelhunde ernähren sich nahezu ausschließlich von Insekten, was innerhalb der Familie der Hunde (Canidae) eine Ausnahme darstellt.

Bei den Löffelhunden im Zoo Dortmund: Die auffällig großen Ohren dienen dem Löffelhund (Otocyon megalotis) nicht bloß zum Aufspüren der Geräusche von Termiten, sondern auch zur Wärmeabgabe.
Das Kiefergelenk ist der insektivoren Ernährungsweise angepasst. So ist den Löffelhunden ein besonders schnelles Öffnen und Schließen des Maules möglich, sie können es jedoch kaum seitwärts bewegen. So funktionieren die gezackten Backenzähne nicht wie bei anderen Raubtieren als Reißschere, sondern dienen dem schnellen Zerbeißen von hartschaligen Insekten. Größere Wirbeltiere können daher allerdings nicht gefressen werden.

Der Löffelhund, der zu den Echten Füchsen zählt, wird im Deutschen auch Löffelfuchs genannt. Im Englischen ist er als „Bat-eared fox“ bekannt.

Der Leguan-Express

Unterwegs auf dem Leguan-Express: Ein Weißbüscheläffchen reitet auf einem Grünen Leguan im Tiergarten Straubing.

Unterwegs auf dem Leguan-Express: Ein Weißbüscheläffchen reitet auf einem Grünen Leguan im Tiergarten Straubing.

Sowohl Weißbüscheläffchen als auch Grüne Leguane gelten als beliebte Heimtiere in Deutschland. Weißbüscheläffchen, die zur Familie der Krallenaffen zählen, stammen ursprünglich aus dem nordöstlichen Brasilien. Der Grüne Leguan bewohnt in zwei Unterarten Mittel- und Südamerika.

Eigentliches Zweifingerfaultier

Julius und Evita bei der 12 Uhr-Fütterung im Tamandua-Haus

Julius und Evita bei der 12 Uhr-Fütterung im Tamandua-Haus

In den verstrichenen sechs Wochen konnte ich die beiden Faultiere „Julius“ und „Evita“ aus dem Zoo Dortmund etwas näher kennenlernen. Auf dem Hinweg zum Zoo las ich im Zug währenddessen „Schiffbruch mit Tiger“ von Yann Martel. Gleich zu Beginn seines Buches findet Martels Protagonist Pi Patel sehr passende Worte zu diesem bemerkenswerten Geschöpf aus Südamerika: Das Faultier „lebt ein friedliches Vegetarierleben in vollkommenem Einklang mit seiner Umgebung. ‚Stets hat es ein gutmütiges Lächeln auf den Lippen‘, schreibt Tirler (1966). Es ist ein Lächeln, das ich mit meinen eigenen Augen gesehen habe. Ich bin keiner, der leichtfertig menschliche Charakterzüge oder Gefühlsregungen auf Tiere projiziert, doch viele Male, wenn ich in jenem Monat in Brasilien ein ruhendes Faultier betrachtete, hatte ich den Eindruck, dass ich in der Gegenwart eines an den Füßen hängenden, tief in seine Meditation versenkten Jogis war oder eines ganz dem Gebet ergebenen Eremiten, in der Gegenwart von Wesen großer Weisheit, deren inneres Leben jenseits all meiner wissenschaftlichen Forschung lag.“

Andenkondor

Der Kopf des Andenkondors ist nahezu kahl. Wie bei vielen aasfressenden Vögeln dient diese "Glatze" hygienischen Gründen, sodass die Vögel beim Herumstochern in den Kadavern nicht allzu schmutzig werden.

Der Kopf des Andenkondors ist nahezu kahl – wie bei vielen aasfressenden Vögeln dient diese „Glatze“ hygienischen Gründen, sodass die Vögel beim Herumstochern in den Kadavern nicht allzu schmutzig werden.

Neben dem Wanderalbatros und dem Marabu gilt der Andenkondor als größter flugfähiger Vogel (hinsichtlich Flügelspannweite). Das Verbreitungsgebiet dieses Vogels beginnt im zentralen Peru und endet auf Feuerland.

Schabrackentapir

Schabrackentapir im Zoo Dortmund

Die Scha­b­ra­cke auf dem Rücken des Tapirs ist deutlich zu erkennen

Namensgebend ist die weiße Zeichnung am Rücken und an den Flanken, welche an eine Schabracke erinnert, eine Decke, die üblicherweise über ein Pferd gelegt wird. Heute ist auch eine andere Bedeutung des Begriffes „Schabracke“ geläufig; der Duden liefert diesbezüglich folgende Definition: Schabracke = (salopp abwertend) alte [hässliche] Frau.

Der Schabrackentapir ist auch unter dem Namen „Malaysischer Tapir“ bekannt. Die nächsten Verwandten der Tapire sind Nashörner vor Pferden. Es sind fünf Tapirarten bekannt, von denen eine Art – Tapirus kabomani – erst 2013 erstbeschrieben wurde.