Seit zwei Monaten auf Sumatra

Ich befinde mich mittlerweile schon seit über zwei Monaten auf Sumatra und habe hier schon einiges erlebt. Ich berichte beinahe täglich auf meiner Facebook-Seite, wo ich schon viele Fotos und Videos gepostet habe: www.facebook.com/zoolotse

In den nächsten Tagen werde ich allerdings auch einige Dinge für dieses Format hier noch einmal aufarbeiten und mit weiteren Fotos, Videos und Hintergrundinformationen präsentieren.

Advertisements

Kreativeinsatz für die Orang-Utans

Gemeinsam mit den Kindern aus dem Ferienprogramm im Zoo Dortmund habe ich heute Rosinenhölzer für die Orang-Utans gebastelt.

Rosinen werden in Löcher gestopft, die wir zuvor in Hölzer gebohrt hatten

Wir haben Rosinen in Löcher gestopft, die wir zuvor in Hölzer gebohrt hatten.

Jeder Orang-Utan konnte sich mit reichlich Rosinenhölzern eindecken – nur der Schabrackentapir ging leer aus

Jeder Orang-Utan konnte sich mit reichlich Rosinenhölzern eindecken – nur der Schabrackentapir ging leer aus. Aber soll der auch mit einem Rosinenholz?

Geduldig und konzentriert pulte Walter mit einem Stöckchen Rosine für Rosine aus den Löchern in den Hölzern.

Geduldig und konzentriert pulte Walter mit einem Stöckchen Rosine für Rosine aus den Löchern in den Hölzern.

Auch Suma freute sich über die Leckereien aus den Hölzern.

Auch Suma freute sich über die Leckereien aus den Hölzern.

Eine solche Tierbeschäftigung wird im Zoo „Behavioral enrichment“ genannt, zu Deutsch „Verhaltensanreicherung“ – die Tiere müssen sich ihr Futter erarbeiten, wie auch in der Wildnis. Ein gutes Mittel, um Langeweile vorzubeugen.

Kinder-Zoo-Film 2016, Folge 2: Die Trampeltiere

Nun ist auch Folge 2 des neuen Kinder-Zoo-Films online, den ich mit den Kindern des Ferienprogramms im Zoo Dortmund gedreht habe. Die Trampeltiere werden vorgestellt:

Abonniert auch den YouTube-Kanal des Zoos: youtube.com/ZooDortmundTV

Zwergplumplori

Im Zoo Dortmund lebt im Regenwaldhaus „Rumah hutan“ ein weiblicher Zwergplumplori. Meist sehe ich die Dame zusammengerollt hinter der Lampe an der Decke hängen, wo sie den Tag verschläft. Auf Abendführungen ist sie dann meist im Gehege unterwegs und sucht was zu futtern.

Heute schlief der Zwergplumplori gut erreichbar in einer der Höhlen an der Seite des Geheges. Da haben wir gleich die Gunst der Stunde ausgenutzt und das Tier gewogen.

Zwergplumplori

Der Zwergplumplori auf der Waage.

Zwergplumplori02

Nach dem Wiegen ging es direkt zurück ins Gehege.

Zwergplumplori03

Der Zwergplumplori ließ sich während der Aktion nicht aus der Ruhe bringen.

Beheimatet ist der Zwergplumplori in den Wäldern Südostasiens, vom südlichen China über Vietnam und Laos bis in das östliche Kambodscha.
Der Zwergplumplori gilt als kleinste Art der Plumploris. Je nach Autor werden drei bis acht Arten unterschieden.

Das unbeachtete Aussterben der Kleinen Menschenaffen

Hat jemand von Euch meine Kolumne in den Ruhr Nachrichten letzte Woche Mittwoch gelesen? – Ich habe über die beiden Siamangs im Zoo Dortmund und über Gibbons geschrieben.

Meine Kolumne „Der Zoolotse“ vom 8. Juni 2016.

Meine Kolumne „Der Zoolotse“ vom 8. Juni 2016.

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit, selten in den Medien thematisiert, drohen viele Arten der Kleinen Menschaffen, wie Gibbons auch genannt werden, auszusterben. Der Hainan-Schopfgibbon gilt laut des Primatologen Thomas Geissmann als seltenste Affenart überhaupt. Denn es leben heute nur noch 20 Hainan-Schopfgibbons (Nomascus hainanus) auf der Insel Hainan im Südchinesischen Meer. Der Cao-Vit-Schopfgibbon (Nomascus nasutus) kommt nur noch in einem Waldgebiet an der Grenze zwischen Vietnam und China vor. Es existieren weniger als 100 Individuen dieser Art.

Siamang im Zoo Dortmund. Foto: Natalie Gutjahr

Siamang im Zoo Dortmund. Foto: Frauke Wichmann

Heute sind 19 Gibbon-Arten bekannt, die sich auf vier Gattungen aufteilen und zum Teil auf der IUCN Red List of Threatened Species (Rote Liste gefährdeter Arten) als vom Aussterben bedroht (CR) geführt werden. Im Zoo Dortmund wird der Siamang (Symphalangus syndactylus) gehalten, der als größter Gibbons gilt.

Um auf das Schicksal der Kleinen Menschenaffen aufmerksam zu machen und Spenden für Schutzprojekte zu sammeln, gründete der bekannte Primatologe Thomas Geissmann, gemeinsam mit Studierenden am Anthropologischen Institut der Universität Zürich, 2004 die Gibbon Conservation Alliance. Wer sich weiter über Gibbons und ihre Bedrohung informieren oder für Schutzprojekte für die Kleinen Menschaffen spenden möchte, der ist bei dieser Non-Profit-Organisation bestens aufgehoben. Weitere Informationen hier: gibbonconservation.org

Tag des Meeres – der Zoolotse und die Suppenschildkröte (Trailer)

Heute ist der Tag des Meeres! Freunde, haltet die Umwelt und die Ozeane sauber! Denn bei meinem nächsten Besuch auf Gili Trawangan (Lombok/Indonesien) möchte ich gern diese bezaubernde ‪Suppenschildkröte‬ wiedersehen.

Das komplette Video über meine Erlebnisse mit der ‪Meeresschildkröte‬ folgt demnächst.

Der achte Geburtstag des Orang-Utan-Mädchens Eirina

Heute wurde die junge Orang-Utan-Dame Eirina acht Jahre alt. Mit acht Jahren ist ein Orang-Utan noch ein Jungtier und noch nicht ausgewachsen. Im Zoo Dortmund, wo Eirina seit ihrer Geburt lebt, gab es zur Feier des Tages einen Kuchen für die Primatin. Hier einige Fotos von Eirinas Geburtstagsparty:

20151230_112518

Eirinas Kuchen, hergestellt aus Reis, Obst und Gemüse.

20151230_113958

Der Kuchen hatte sofort die Aufmerksamkeit von Eirina (rechts) und ihrer großen Schwester Tao.

20151230_114424

Ich platzierte den Kuchen im Gehege der beiden jungen Orang-Utan-Damen.

20151230_115340

Tao (hinten) schnappte sich den Kuchen, der eigentlich für ihre Schwester Eirina (vorne) war, und verdrückte ihn beinahe ganz allein.

20151230_115100_2

Ehe Eirina dann doch noch ein Stück von ihrem Geburtstagskuchen ergattern konnte.