Orang-Utan-Woche im Zoo Dortmund

Orang-Utan-Woche im Kinderferienprogramm des Zoo Dortmunds: Was hat unser Eis mit den Orang-Utans zu tun?

Orang-Utan-Woche des Kinderferienprogramms im Zoo Dortmund: Was hat unser Eis mit den Orang-Utans zu tun?

Hinter uns liegt die Orang-Utan-Woche des Kinderferienprogramms im Zoo Dortmund. Gemeinsam mit den Kindern haben wir uns verschiedene Möglichkeiten überlegt die Orang-Utans im Zoo zu beschäftigen (Behavioural Enrichment). So haben wir zum Beispiel Äste von drei bis sechs Zentimeter Durchmesser gesammelt und in etwa zehn bis 20 Zentimeter lange Stücke gesägt. Mit einem Holzbohrer bohrten wir dann ein oder mehrere Löcher in jedes Aststück und füllten diese mit Tomatenmark und/oder Senf. Die Menschenaffen mussten sich schließlich kleine Zweige oder andere Hilfsmittel suchen, um an die Füllung zu gelangen.

Mit einem dünnen Zweig stochert Toba, mit Adoptivkind Yenko auf dem Rücken, Tomatenmark und Senf aus dem Loch in dem Aststück

Mit einem dünnen Zweig stochert Toba, mit Adoptivkind Yenko auf dem Rücken, Tomatenmark und Senf aus dem Loch in dem Aststück

Mit Händen und Füßen hat Djamuna zunächst einige der gefüllten Aststücke gesammelt

Mit Händen und Füßen hat Djamuna zunächst einige der gefüllten Aststücke gesammelt und untersucht das erste Holz

 

An Aktion wie diesen hatten sowohl die Kinder als auch die Orang-Utans Spaß. Aber auch weniger erfreulich Themen wurden in der Orang-Utan-Woche besprochen. Was hat unser Eis mit den Orang-Utans und dem Regenwald zu tun? Nestlé (Schöller) und Unilever (Langnese) verwenden für viele Produkte (zum Beispiel Eis) Palmöl aus Indonesien. Um in Indonesien Palmöl anbauen zu können, wurde und wird Regenwald vernichtet und den Orang-Utans und zahlreichen weiteren Tier- und Pflanzenarten der Lebensraum genommen. Zu diesem Thema verweise ich auf unseren Beitrag, „Von Orang-Utans und Palmöl„, und unser dort vorgestelltes Video:

Advertisements

Andenkondor

Der Kopf des Andenkondors ist nahezu kahl. Wie bei vielen aasfressenden Vögeln dient diese "Glatze" hygienischen Gründen, sodass die Vögel beim Herumstochern in den Kadavern nicht allzu schmutzig werden.

Der Kopf des Andenkondors ist nahezu kahl – wie bei vielen aasfressenden Vögeln dient diese „Glatze“ hygienischen Gründen, sodass die Vögel beim Herumstochern in den Kadavern nicht allzu schmutzig werden.

Neben dem Wanderalbatros und dem Marabu gilt der Andenkondor als größter flugfähiger Vogel (hinsichtlich Flügelspannweite). Das Verbreitungsgebiet dieses Vogels beginnt im zentralen Peru und endet auf Feuerland.

Schabrackentapir

Schabrackentapir im Zoo Dortmund

Die Scha­b­ra­cke auf dem Rücken des Tapirs ist deutlich zu erkennen

Namensgebend ist die weiße Zeichnung am Rücken und an den Flanken, welche an eine Schabracke erinnert, eine Decke, die üblicherweise über ein Pferd gelegt wird. Heute ist auch eine andere Bedeutung des Begriffes „Schabracke“ geläufig; der Duden liefert diesbezüglich folgende Definition: Schabracke = (salopp abwertend) alte [hässliche] Frau.

Der Schabrackentapir ist auch unter dem Namen „Malaysischer Tapir“ bekannt. Die nächsten Verwandten der Tapire sind Nashörner vor Pferden. Es sind fünf Tapirarten bekannt, von denen eine Art – Tapirus kabomani – erst 2013 erstbeschrieben wurde.

Erdmännchen

Typische Erdmännchen-Haltung: Auf zwei Beinen stehend, um die Umgebung zu beobachten

Typische Erdmännchen-Haltung: Auf zwei Beinen stehend, um die Umgebung (hier im Zoo Dortmund) zu beobachten

Erdmännchen gehören zu den beliebtesten Zootieren. Viele Besucher scheinen Erdmännchen für eine Art Nagetier zu halten, es sind jedoch Raubtiere. Sie sind also eher mit Löwen als mit Meerschweinchen verwandt.